Ronald Paris

Unterwegs - Malerei

Ronald Paris, Fischerkaten auf Bornholm, 2006, Öl auf Leinwand, 82 x 86 cm, Werkfotograf: Wolfgang Lücke

Ronald Paris, Studentin an der Burg, 2013, Öl auf Hartfaser, 60 x 47 cm, Werkfotograf: Wolfgang Lücke

Ronald Paris, Rote Küste Irland, Gouache, 2001, 70 x 94 cm, Werkfotograf: Wolfgang Lücke

21. November 2019 bis 17. Januar 2020

Seine Bildwelten prägten die Kunstgeschichte der DDR mit und vermitteln bis heute neue Perspektiven auf Inhalte und Gestaltungsweisen. Der gebürtige Thüringer (*1933), der Wandmalerei an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee studierte, später Meisterschüler bei Otto Nagel (1894–1967) an der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin war und von 1993 bis 1998 eine Professur an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle innehatte, durchlief unterschiedliche künstlerische Phasen. Beginnend mit einer strengen, linearen Flächenhaftigkeit nach seinem Studium bei seinem Lehrer Kurt Robbel (1909–1986), über einen stärker malerischen, sinnlich-emotionalen Stil unter dem Einfluss von Otto Nagel, hin zu einer expressiven Malerei sowie einem freieren Umgang mit der Farbe und der Form. Paris ist ein begnadeter Beobachter und ein fantasievoller Erzähler, der viele Sujets bedient. Seine Palette umfasst Porträts, ausladende Figurenkompositionen, politische Ereignis- sowie monumentale Wandbilder und Landschaftsmalereien, die sich kontinuierlich durch das facettenreiche Werk des Malers ziehen. Als Künstler fühlt sich Paris zur Mitteilung und Aussage gezwungen und so sind auch heute noch zahlreiche Werke von gesellschaftlicher und politischer Relevanz. In der DDR genoss er eine hohe Reputation, wenngleich seine Malereien und Grafiken unter deren politischen Verhältnissen nicht immer nur positiv aufgenommen worden sind und so manches Mal auf heftige Kritik stießen.

Die Ausstellung in der Galerie im cCe Kulturhaus Leuna stellt Landschaftsmalereien in den Mittelpunkt, denen sich Paris seit nunmehr über zehn Jahren vordergründig und intensiv widmet. Häufig fertigt er auf seinen Reisen zwischen Indien, Irland, Kuba und dem mediterranen Raum zahlreiche Skizzen und Zeichnungen als Grundlage seiner Gemälde an. In der Jahresendausstellung präsentiert die Galerie mehr als 50 Werke des ehemaligen Burg-Professors, der im vergangenen Jahr seinen 85. Geburtstag feierte und nun mit einer umfassenden Personalausstellung geehrt werden soll.